Ausstellungsverlängerung und Finale

Im Gespräch mit Oliver Möst am 28. 1. in der Galerie Franzkowiak, Berlin. Foto: Heike Grebin

Die aktuelle Ausstellung «Eight Days A Week» in der Galerie Franzkowiak geht in eine Verlängerung: Sie kann jetzt noch bis zum 29. Januar besucht werden!
Als krönenden Abschluss gibt es am vorletzten Abend noch ein Ausstellungsgespräch mit Oliver Möst (Fotograf und Ausstellungsmacher) über das Konzept von Ausstellung und Buch. Es wird gesprochen werden über die Schöpfung an sich sowie über die Schöpfung von Fotobüchern mit schweren Konzepten (wie beispielsweise der Schöpfungsgeschichte).
Als Bayer kennt sich Oliver Möst einerseits aus mit der Bibel, als Brillenträger aber andererseits auch mit extremen Unschärfen, und da er ein umso schärferer Denker und Formulierer ist, verspreche ich mir lehrreiche Unterhaltung.

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Am Samstag ist dann letzter Tag; zur Soft Finissage bin ich während der Öffnungszeiten in der Ausstellung.

Ausstellungsgespräch
Freitag, 28. Januar, 18 Uhr

Finissage
Samstag, 29. Januar 14–18 Uhr

Ausstellung verlängert bis 29. Januar 2022
Do–Sa 14–18 Uhr
Galerie Franzkowiak
Friedrichstraße 76–78 / 10117 Berlin
Friedrichstadt-Passage / Quartier 207 / Untergeschoss
Eingang: Jägerstrasse 61 / Lift 2. UG
U6 Französische Straße, U5 Unter den Linden + U2 Stadtmitte
Es gilt die 2G+-Regelung

Die Show zur Schöpfung

«Eight Days A Week» in der Galerie Franzkowiak Berlin

.Ab sofort kann die aktuelle Ausstellung «Eight Days A Week» in der Galerie Franzkowiak besichtigt werden. Außerdem gibts dort das neue Buch mit dem gleichen Titel anzusehen und zu kaufen.

Andreas Trogisch: Eight Days A Week. Seven And One Iteration
Ausstellung bis 16. Januar 2022 verlängert bis 29. Januar 2022
Do–Sa 14–18 Uhr
Galerie Franzkowiak
Friedrichstraße 76–78 / 10117 Berlin
Friedrichstadt-Passage / Quartier 207 / Untergeschoss
Eingang: Jägerstrasse 61 / Lift 2. UG
U6 Französische Straße, U5 Unter den Linden + U2 Stadtmitte

english …

From now on, the current exhibition «Eight Days A Week» can be viewed at the Franzkowiak Gallery. In addition, the new book with the same title can be viewed and purchased there.

Andreas Trogisch: Eight Days A Week. Seven And One Iteration
Exhibition open until 29 January 2022
Thu–Sat 2–6 pm
Galerie Franzkowiak
Friedrichstraße 76–78 / 10117 Berlin
Friedrichstadt-Passage / Quartier 207 / lower floor
Entrance: Jägerstrasse 61 / Lift 2. UG
U6 Französische Straße, U5 Unter den Linden + U2 Stadtmitte

Das 1. Fotobuch Mose

Mehr als zwei Jahre (und acht Tage) hat die Arbeit am neuen Buch «Eight Days A Week» gedauert, jetzt wird es endlich fertig: Am 26. Oktober soll es die Druckerei verlassen, am 4. November wird es ins Licht der Öffentlichkeit gehoben zur Eröffnung der gleichnamigen Ausstellung in der Galerie Franzkowiak. Dort wird es viele der Bilder aus dem Buch zu sehen geben, einige davon auch in ungewöhnlichen Formen – zum Beispiel gestrickt.
Das Projekt «Eight Days A Week» beinhaltet 77 Bilder, die zwischen 2012 und 2021 aufgenommen wurden und die alle als Familienähnlichkeit die gleiche Unschärfe besitzen, weil alle sie mit der gleichen Lochkamera aufgenommen wurden. Das Thema, das ‹Große Ganze› ist, in aller Bescheidenheit, die Erschaffung der Welt, und zwar als Bildgeschichte entlang der ersten Kapitel der Bibel; in sieben Anläufen (Iterationen), da ich nämlich annehme, dass die Schöpfung nicht auf Anhieb perfekt war (sie ist es ja offensichtlich immer noch nicht).

Genesis, Iteration 1 aus «Eight Days A Week»

Das Buch kann man in der Ausstellung ab 4. November kaufen, über meinen Webshop oder über den Buchhandel (dort dann allerdings erst nach Auslieferung durch den Verlag).


Buch:
Eight Days A Week. Seven And One Iteration.
148 Seiten, 77 Bilder
24 × 30 cm, Hardcover, Japanische Klebebindung,
Kerber Verlag, Berlin 2021
ISBN 978-3-7356-0824-6

Ausstellung:
Eight Days A Week
Galerie Franzkowiak
Vernissage und Buchpremiere
am 4. November 2021 um 18 Uhr
Ausstellung vom 15. 11. 2021 bis 16. Januar 2022
Do—Sa 14—18 Uhr
Friedrichstraße 76—78 / 10117 Berlin
Friedrichstadt-Passage / Quartier 207 / Untergeschoss
Eingang: Jägerstrasse 61 / Lift 2. UG
U6 Französische Straße, U5 Unter den Linden sowie U2 Stadtmitte

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«Sauver le corps» jetzt in Berlin!

Temporär geschlossene Imbissbuden in Berlin im Frühjahr 2021

Nach ihrer ersten Station in Arles wird die Gruppenausstellung «Sauver le corps» ab 14. Oktober im Institut Français Berlin zu sehen sein! Morgen startet der Aufbau; Eröffnung wird am 13. 10. sein.
Beteiligt sind Mitglieder der Fotografengruppen Paris›Berlin fotogroup und LesAssociés: Holger Biermann, Chiara Dazi, Alexandre Dupeyron, Anton Roland Laub, Élie Monferier, Joël Peyrou, Olivier Panier des Touches, Sebastian Rosenberg, Renko Recke, Torsten Schumann, Andreas Trogisch und Barbara Wolff.
Zentrales Thema ist das Lebensgefühl in der Pandemie: Eine Bilanz nach fast zwei Jahren Covid-19, beobachtet unter anderem in Frankreich, Deutschland und China.
Kuratiert wurde die Ausstellung von Christel Boget und Eva Gravayat.

Ausstellungsansichten, Oktober 2021

Sauver le Corps
Institut Français Berlin
Kurfürstendamm 211
10719 Berlin

14. Oktober–13. November
Mo–Fr: 14–18 Uhr Sa: 11–15 Uhr
Eintritt frei
Vernissage am 13. 10. um 19 Uhr mit Filmvorfürung
Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bleibt Pflicht.

Update: «Sauver le corps» wandert

Nachdem die Gruppenausstellung «Sauver le corps» der ParisBerlin>fotogroup während der «Rencontres de la photograpie» in Arles gezeigt wurde, geht sie ab August auf Wanderschaft: Zuerst nach Buisson de Cadouin (Dordogne, Frankreich) und ab dem 13. 10. nach Berlin ins Institut Français!

Update Arles

Hier einige Ansichten der Ausstellung «Sauver le corps» in der Fondation Manuel Rivera-Ortiz in Arles. Das sind Screenshots der wunderbaren kompletten 3D-Dokumentation des Hauses der Ortiz-Stiftung. Die komplette Tour kann man hier sehen.

Live in Arles: «Sauver le Corps» in der Fondation Manuel Rivera-Ortiz

Berlin 2021

«Heute zu (morgen auch)»: Auf den esten Blick scheint Corona unser aller alltägliches Leben zu entschleunigen. Es lädt die Privilegierten unter uns zu mehr Kontemplation ein und es verlangsamt das Wirtschafts- und Kulturleben. Gleichzeitig werden auch Prozesse beschleunigt, wie zum Beispiel die Vergrößerung der gesellschaftlichen Unterschiede, oder, weniger neutral ausgedrückt, der sozialen Spaltung. Das sieht man an der Gentrifizierung, die in Berlin unvermindert im Gang ist und dessen sichtbarer Ausdruck die Baustellen sind, die trotz erster, zweiter und dritter Welle weiterarbeiten, als gäbe es keine Pandemie.
An einigen Orten treffen die Welten des neuen Reichtums und des «gewöhnlichen» Lebens materiell sichtbar aufeinander – zum Beispiel an der Rückseite des Berliner Ostbahnhofs. Dort bilden etwa 20 Imbissbuden eine Art Dörfchen für Reisende und Gestrandete. Die Namen der Buden klingen nach weiter Welt: «Samara», «Palamera», «Bilbay», manchmal aber auch nur «Asiatische Spezialitäten», «Alt-Berlin» oder «Käsekönig». Man weiß nicht, wodurch ihr Verschwinden letztlich bewirkt wird: Entweder wird ihnen die Kraft fehlen, aus ihrem erzwungenen Dornröschenschlaf wieder aufzuwachen oder sie werden einfach beiseitegeschoben, um das Umfeld für die neuen UrbanLivingCreativeLifestyle-Immobilien aufzuwerten. – – – Aber nein: Das Ende des Marktes will keiner, auch nicht die Stadt, die an den Standmieten gut verdient. Der «Käsekönig» ist einzige Laden, der wirklich abgerissen wird, aber nur um vorne in der Straße in ein festes Haus einzuziehen. Erzählt hat mir das der Betreiber des orangen Oktogons, das ich immer geschlossen gesehen habe, bis ich einmal vor 14 Uhr da war – die Öffnungszeiten richten sich nämlich nach den Bedürfnissen der Arbeiter der riesigen Baustelle nebenan. Er selber wird auch umziehen: 20 Meter näher an den Bahnhof, in einen nagelneuen Container, den er schon bestellt hat, weil sein Achteck zu baufällig für eine Demontage wäre.

Ich freue mich, dass ein Teil der Serie in der Gruppenausstellung «Sauver le corps» zu sehen ist, die im Juli im Programm der Rencontres de la photograpie in Arles in den wunderbaren Räumen der Ortiz-Stiftung zu Gast ist. Die Ausstellung wird kuratiert von Christel Boget, Organisatorin der Paris›Berlin Fotogroup.

Zu sehen vom 7. Juli bis 26. September in der Fondation Manuel Rivera-Ortiz, 18 Rue de la Calade, 13200 Arles

Finale …

Schade einerseits, Glück gehabt andererseits – auf Einladung der Malerin und Kuratorin Dorit Bearach darf ich (als einer von ganz wenigen Fotografen unter vielen Malern, Zeichnern und Bildhauern) bei der letzten Ausstellung in der Alten Schule Adlershof dabeisein. Erst nachdem ich meine Bilder abgegeben hatte, habe ich erfahren, warum die Ausstellung «finale!» heißt: Nach 17 Jahren schließt die Galerie mit der Finissage am 28. November für voraussichtlich zwei Jahre für die Sanierung des Gebäudes.
Vertreten sind: Michael Augustinski, Stefka Ammon, Horst Bartnig, Dorit Bearach, Anna Braun, Ingmar Bruhn, Reinhard Buch, Liz Crossley, Flavio Degen, Michael De Maiziere, Wolfgang Domröse, Christina Düwel, Andrea Engelmann, Florian Flierl, Dieter Goltzsche, Reinhard Grimm, Thomas Habedank, Sylvia Hagen, Heinz Handschick, Ralf Jenke, Jürgen Köhler, Sebastian Körbs, Georg Krause, Gudrun Kühne, Michael Kutzner, Helge Leiberg, Angelika Ludwig, Monika Meiser, Sibylle Meister, Felix Müller, Barbara Müller-Kageler, Lorcan O’Byrne, Hans Scheib, Alexander Schippel, Peter Schnaak, Jutta Schölzel, Anna-Franziska, Schwarzbach, Kerstin Seltmann, Reinhard Stangl, Henry Stöcker, Andreas Trogisch, Kata Unger, Trak Wendisch, Peter Weinreich, Bernd Wilde und Karla Woisnitza.

finale!
Galerie Alte Schule Adlershof
17. 10.–28. 11. 2020
Dörpfeldstraße 54–56
12489 Berlin
Di–Sa 12–19 Uhr, Fr nur bis 17 Uhr, Sa erst ab 15 Uhr

Size does matter!

Manchmal kommts eben doch auf die Größe an: Zum ersten Mal sind zwei Zahlen aus der Serie «Runway/Signs» in Lebensgröße zu sehen: 9 × 3 Meter groß sind die Rollbahnmarkierungen vom Tempelhofer Feld. Zu sehen in der Ausstellung «Ein Paradies von einer Stadt» noch bis zum 2. Oktober in der Mattäuskirche am Kulturforum am Potsdamer Platz.

Bauwut

Eintagsfliege in Hamburg: Peter Lindhorst und Kai Cassuben veranstalteten wieder einmal eine ihrer Mini-Ausstellungen, die den Rahmen für eine Lesung und einen anschließenden geselligen Abend bieten – am nächsten Morgen ist die Show vorbei. Diesmal hieß das Thema «Bauwut»: Es ging um ein gewisses Fremdeln mit der Architektur im Allgemeinen, ausgedrückt aber in mehr oder weniger spezifischen Bildern. Ich freue mich, zwei davon beisteuern und dafür den ganzen Abend japanischen Gin Tonic für umsonst trinken gedurft zu haben.

Enfants Artspace, Pilatuspool, Hamburg