‹City Shapes› in Wien


Am 3. September wurde in der Anzenberger Gallery in Wien die Ausstellung «City Shakes» von Phillip Jones und Andreas Trogisch eröffnet. Von Andreas Trogisch sind die in den letzten zwei Jahren entstandenen großformatigen Motive aus der Serie «Runway/Signs» zu sehen, die Landebahnmarkierungen des ehemaligen Flughafens Tempelhof unverzerrt und in höchster Detailgenauigkeit wiedergeben sowie eine Reihe von Bildern aus den Publikationen «Asphalt» und «Replies». „‹City Shapes› in Wien“ weiterlesen

Ein Tag in alle Ewigkeit

Anfang 2012 erschien «im Netz» ein Aufruf an alle Fotografen weltweit, ihr persönliches Umfeld am 5. Mai 2012 zu dokumentieren. Da an diesem Tag der Künstler und Musiker Bob Rutman seinen 81. Geburtstag mit einem Konzert Kunsthaus Bethanien gefeiert hat, habe ich die Bilder von diesem Ereignis eingereicht.  Zusammen mit allen anderen weltweit an diesem Tag aufgenommenen wurden sie 2013 in einer schwedischen Kupfermine eingelagert.

Nachdem das also schon mal für die Ewigkeit sichergestellt ist, wurde allerdings die Web-Domain des Ausrichters der Fotoaktion (aday.org) im Jahr 2017 zu einem Portal für Online-Kasinos, so wie es vor 2011 dort eine Jobbörse gab – soviel zur Ewigkeit des Internets. Vielen Dank an die Wayback Machine, ohne  die ich doch ziemlich ratlos gekuckt hätte.

Bob Rutman an seinem 81. Geburtstag am 5. Mai 2012 im Kunsthaus Bethanien

Both Sides Now

90-243_Simulator5
90-243_Simulator
90-243_Simulator2
90-243_Simulator3
90-243_Simulator4
Markgrafenstraße, Berlin 1990

Bei der Arbeit an meinem Beitrag zur diesjährigen Ausstellung im «Fotohaus ParisBerlin» Arles entdeckt: Ein Satz Bilder von einem Stück Mauer in der Markgrafenstraße in Berlin Mitte aus dem Sommer 1990. Dies war kein Teil der «richtigen» Mauer, sondern der rückwärtigen Anlagen und lief rechtwinklig zu ihr in Richtung Osten. In der Montage der zwölf Einzelaufnahmen kann man deswegen hier gleichzeitig hinter der Frontalansicht dieser Mauer links den Osten (die Hochhäuser der Leipziger Straße) und rechts den Westen (ein Stück vom Springer-Hochhaus hinter dem Altbau) sehen.

Interessant ist die schon 1990 offensichtliche Präsenz der ganzen Palette von Rechten: bekennende Nazis, BFC-Hooligans und Republikaner. Wie «$nicker$» politisch einzuordnen ist, weiß ich allerdings nicht. Stattdessen interessiert mich, wer sich hinter dem Signum «GZ» verbirgt, der wahrscheinlich der Urheber der wunderschönen Grafittis ist, derentwegen ich die Mauer überhaupt fotografiert habe. Für Hinweise bin ich dankbar!