Tote Bären schießen

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Ansel Adams: Clearing Winter Storm, Yosemite National Park, 1937

Der Weg von Ansel Adams zu Robert Adams ist zu vergleichen mit dem von Elvis Presley zu Elvis Costello. In einem frühen Stadium meiner (nicht sehr dramatischen) künstlerischen Entwicklung hegte ich eine gewisse Bewunderung für Ansel Adams, dem ich in technischer Hinsicht einiges verdanke. Leider verdanke ich ihm auch eine falsche Hochachtung vor dem Heroismus seiner Leistungen, wie ich 1999 auf einer Kalifornien-Rundreise feststellen mußte. Bis dahin dachte ich, dass man als Fotograf, wenigstens als Landschaftsfotograf, ein harter Bursche sein muß, dem es nichts ausmacht, im Winter schon bei Sonnenaufgang mit seiner tonnenschweren Kamera auf dem Berg zu stehen. „Tote Bären schießen“ weiterlesen

Ur-Bilder

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Hennigsdorf, 1986

Ich glaube, dass Künstler im allgemeinen immer eine Art «Urszene» (nicht zwingend im Freudschen Sinne) haben, an der sie sich zeitlebens abarbeiten.
Wenn ich mich auf die Suche nach den Ur-Bildern in meiner Biografie mache, dann sehe ich zweierlei: Das Grün der brandenburgischen Landschaft, alte Klinkergebäude unter Kastanien im Sommer, so wie Christa Wolf schreibt: grüngolden ist die Farbe der Erinnerung. „Ur-Bilder“ weiterlesen

Runway …

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… enthält nichts als die Reproduktion eines Streifens der sogenannten «centre line» der Start- und Landebahn 09R/27L des ehemaligen Flughafens Tempelhof.
Der 30 m lange Streifen ist vollständig wiedergegeben und entfaltet in seinem Detailreichtum eine ganz eigene Faszination. Eine Tour durch das Buch gibt es hier und einen Blick in das beiliegende Faltblatt hier.
«A crazy, great, consistent, minimalistic masterpiece.» – Josef Chladek „Runway …“ weiterlesen

Herzlichen Glückwunsch, Hannes!

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Hannes Wanderer neben einer Installation von Michael Wolf

Der 10. Geburtstag des Fotobuchverlags «Peperoni Books» von Hannes Wanderer wird im Forum für Fotografie Köln mit einer großen Präsentation gefeiert. Eine wohlverdiente Würdigung der hingebungsvollen Arbeit eines echten Maniacs, der, das kann man durchaus so behaupten, sein Leben vollständig in den Dienst des Fotobuchs gestellt hat.  „Herzlichen Glückwunsch, Hannes!“ weiterlesen

‹City Shapes› in Wien

Am 3. September wurde in der Anzenberger Gallery in Wien die Ausstellung «City Shakes» von Phillip Jones und Andreas Trogisch eröffnet. Von Andreas Trogisch sind die in den letzten zwei Jahren entstandenen großformatigen Motive aus der Serie «Runway/Signs» zu sehen, die Landebahnmarkierungen des ehemaligen Flughafens Tempelhof unverzerrt und in höchster Detailgenauigkeit wiedergeben sowie eine Reihe von Bildern aus den Publikationen «Asphalt» und «Replies». „‹City Shapes› in Wien“ weiterlesen

Vergangene Zukunft

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Dies ist genau das Buch, das ich machen wollte. Aber während ich mich noch über diese kühne Idee freute, machten Regula Bochsler und Philipp Sarasin schon Nägel mit Köpfen.
Sie zeigen unsere Welt gleichzeitig «hoch aufgelöst» und «in Auflösung begriffen» («high re:solution/dis:solution») (Bernd Stiegler). Dazu verwenden sie nicht ihre eigene Kamera, sondern die von Apple, so wie vor ihnen auch schon Michael Wolf Googles Street-View-Kameras benutzt hat, um seine «unfortuate events» zu finden. „Vergangene Zukunft“ weiterlesen

Rezension «Replies» in «Photonews»

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Andreas Trogisch stellt die Fotografie auf den Kopf. Seine überwiegend tiefschwarzen Bilder machen nicht nur deutlich, warum die monochrome Fotografie nie ganz aussterben darf, sie offenbaren zudem Erstaunliches. Trogisch rückt das sonst Tiefen und Schatten bildende Schwarz in den Vordergrund seiner Kompositionen. Die Schwarznuancen dominieren, als würden sie aus sich heraus strahlen. Es ist eine melancholische Welt, aus der Trogisch berichtet. Etwas morbide, alltagsfern, verwirrend und beunruhigend zugleich. Meditativ und voll von Energie, die fast jeder verspüren kann. „Rezension «Replies» in «Photonews»“ weiterlesen