Das war’s dann …

Das Ende einer ganzen Kunstgattung, der Straßenfotografie, kam gerade  mit der Geschwindigkeit und Unabweisbarkeit einer Diesellok: Die (digitale) Fotografie von Menschen in der Öffentlichkeit wird in wenigen Tagen nicht mehr möglich sein ohne vorherige schriftliche Einwilligung der Abgebildeten. Das ist die für Fotografen wichtigste Auswirkung der neuen «Datenschutzgrundverordnung», die uns alle vor dem Mißbrauch unserer Daten schützen soll. Die Paranoia in Bezug auf das Fotografiertwerden, die in den letzten Jahren sowieso schon grassierte, erhält jetzt einen handfesten Hintergrund; mit Strafandrohung von bis zu 20 Millionen Euro.

Wahrscheinlich wird es aber nicht die Betreiber von Überwachungsanlagen – demnächst auch mit Gesichtserkennung – treffen, sondern irgendeinen ahnungslosen Amateur, der mit dieser Art Fotografie sein Geld verbraucht (denn verdienen ließ sich auf diese Weise wohl noch nie welches).

Die Auswirkungen des Gesetzes werden hier beschrieben, wo auch darauf hingewiesen wird, dass unsere Bundesregierung ausdrücklich nicht tätig werden wollte, um Rechtssicherheit zum Schutz der Meinungs- und Kunstfreiheit zu schaffen.

Update (8.5.2018): Wie der Berufsverband der Freien Fotografen und Filmgestalter (BFF) in einer Mitteilung schreibt, soll das sogenannte Kunstfreiheitsgesetz, das diesen Bereich bisher geregelt hat, weiterhin angewendet werden und nicht von der neuen Richtlinie verdrängt werden. Dazu zitiert die Verbandsjustiziarin eine Auskunft des Bundesheimatmuseums, pardon, des «Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat».

Die 100ste Ausstellung bei Axel Obiger!

… nein, nicht MEINE, sondern DIE 100ste Ausstellung in der Galerie Axel Obiger wird morgen heute wurde – am Freitag, dem 13. – in der Brunnenstraße 29 eröffnet – mit Arbeiten von über 200 (!) Künstlern, von denen einer ich bin (im Bild links oben, in der Liste irgendwo gegen Ende):

Matthäus Thoma, Christiane Ensslen, Sabine Fassl, Jörn Gerstenberg, Jürgen Kisch, Dirk Krecker, Michael Kutschbach, Katrin Plavcak, Katja Sonnewend, Gereon Krebber, Harriet Groß, Susanne Ring, Thomas Bachler, Laure Bertin, Oliver Möst, Bettina Cohnen, Bruno Dorn, Sylvia Henrich, Sabine Hornig, Veronika Kellndorfer, Andreas Koch, Maria Kozhanova, „Die 100ste Ausstellung bei Axel Obiger!“ weiterlesen

Lebensszenen No. 2!

Nachdem die Ausstellung «Lebensszenen – Scenes de Vie» im Juli in Arles gezeigt wurde, kommt sie jetzt nach Berlin in die Galerie Franzkowiak. Die hiesige Schau umfasst Bilder von Holger Biermann, Hannah Goldstein, Léon Herschtritt, Manfred Paul, Angelika Platen und mir.
Die Ausstellung wurde kuratiert von Christel Boget, Elfi Rückert, Marc Barbey und Marc Franzkowiak und ist eine Kooperation zwischen der ParisBerlin>fotogroup, der Collection Regard und der Galerie Franzkowiak.

Lebensszenen 2
Galerie Franzkowiak
7.10.–3.11.2017
Friedrichstadt-Passagen, Quartier 207
(Untergeschoss der Galeries Lafayette)
Friedrichstraße 76-78
10117 Berlin

Eröffnung: 6.10.2017, 19 Uhr
Öffnungszeiten: Dienstag–Samstag 14–18 Uhr

«Lebensszenen» im Fotohaus Arles

Ich freue mich, das erste Mal im Leben bei den «Rencontres de la photographie» in Arles gewesen zu sein, und das gleich mit einem echten Grund: Eine Auswahl der «Vineta»-Serie war, auf Einladung der Galerie Franzkowiak, Teil einer Vierer-Ausstellung im ersten Stock des Fotohauses mit Angelika Platen, Léon Herschtritt und Helga Paris. Das denkmalgeschützte alte Haus mit dem kleinen Innenhof und der Dachterrasse ist ein wunderbarer Ausstellungs- und Begegnungsort, wo sich die Fotografen und ihre Gäste immer wieder über den Weg laufen. Ausserdem war es schön, mal wieder der jüngste in einer Runde zu sein: Ich war um die 20 Jahre jünger als die anderen Beteiligten – allerdings nur auf dieser Etage! – Unter dem selben Dach gab es noch viel mehr zu sehen: Unter anderem die Berliner Collection Regard, die Ausstellung «Rausch» der veranstaltenden ParisBerlin>fotogroup, eine Show der aktuellen Absolventen der Ostkreuzschule und vieles mehr. Das Haus zählte trotz hochkarätiger Konkurrenz überall während der esten Juliwoche, in der es geöffnet war, etwa 5000 Besucher.

Einen Dank an das Team der ParisBerlin>fotogroup/Fotohaus Arles mit den beiden Spitzenfrauen Elfi Rückert und Christel Boget sowie an Marc Franzkowiak!

Axel Obiger …

… heißt der Galerist, dessen jeweils eigenes Portrait von Thomas Behling, Frank Diersch, Thorsten Futh, Katrin Hoffert, Nikola Irmer, Thierry Perriard, Oliver Möst, Christoph Roßner, Hans-Peter Stark, Andreas Trogisch und Edgar Zippel gezeigt wird. Für die Dauer der Ausstellung ist der Zeichner und Mundharmonikaspieler Kurt Wanski meine Verkörperung von Axel Obiger. „Axel Obiger …“ weiterlesen